
Am 1. April 1895 feierte Fürst Otto von Bismarck, ehemaliger Reichskanzler und ehemaliger preußischer Ministerpräsident, seinen 80. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums erhielt er von der Stadt Barmen die Ehrenbürgerwürde und die Bürgerschaft sammelte bei einer Jubelfeier in der Concordia Spenden für ein Denkmal zu seinen Ehren. 110 000 Mark kamen zusammen. Hugo Lederer aus Berlin wurde mit dem Denkmal beauftragt, das am 18. Januar 1900 – dem Jahrestag der Kaiserproklamation in Versailles – vor dem alten Barmer Rathaus enthüllt wurde. Im Herbst 1921 wurde das Denkmal an seinen heutigen Platz auf dem Geschwister-Scholl-Platz neben der „Ruhmeshalle“ (heute Haus der Jugend) versetzt, da das neue Barmer Rathaus den alten Standort beanspruchte.



Das Denkmal zeigt auf einem 3,50 m hohen Sockel aus schwedischem Granit Bismarck in der Interrimsuniform der Halberstätter Kürassiere, dem Regiment, dem Bismarck angehörte. In der linken Hand hält er den Pallasch. Auf den Stufen des Sockels, zu Bismarcks Füßen, sitzt die Muse der Geschichte, Klio, „um mit ehernem Griffel die Großthaten des gewaltigen Reichsschmiedes ins Buch der Geschichte einzutragen…“ (Kölner Zeitung, Nr.50, 19.01.1900) Der Schriftzug „Bismarck“ ziert die unterste Stufe des Denkmals.




Der Einweihungsrede durch den Vorsitzenden des Denkmal-Ausschusses, Herrn Erbslöh, folgte ein Festmahl von 250 Bürgern in der Barmer Stadthalle. Nach vielen Tischreden folgte ein Konzert und abends die Illumination des Denkmals.

Otto von Bismarck starb am 30. Juli 1898.1

Bereits 1898 war in Elberfeld ein Bismarck-Denkmal eingeweiht worden. 1907 errichteten Barmen und Elberfeld gemeinsam auf der Hardt einen Bismarckturm.