Adeline-Rittershaus-Gedenktafel

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Seit dem 6. September 2024 erinnert eine Gedenktafel an der Emil-Rittershaus-Straße 5 an Adeline Rittershaus. Sie wurde zu ihrem 100. Todestag gestiftet vom Verein Wupperfrauen e.V. Die Philologin Sophia Krebs stellte ihr Leben und Wirken vor, die Schauspielerin Julia Neviandt las isländische Märchen, die Adeline Rittershaus im Rahmen ihrer Habilitation gesammelt hat.1

Adeline Rittershaus wurde am 29. Juli 1867 in Barmen als Tochter des Dichters Emil Rittershaus und seiner Frau geboren, die damals in einem Haus am Beckmannshof lebten. Heute trägt die Straße den Namen des Dichters. In einer Zeit, in der Frauen in Deutschland nicht studieren, geschweigen denn promovieren konnten, war sie eine der Pionierinnen. Ostern 1894 schrieb sie sich an der Uni Zürich ein. Vier Jahre später wurde sie magna cum laude im Fach Germanistik bei Prof. Albert Bachmann mit der Arbeit Die Ausdrücke für Gesichtsempfindungen in den altgermanischen Dialekten promoviert. Sie wurde eine der bedeutendsten Skandinavistinnen ihrer Zeit und kämpfte Zeit ihres Lebens gegen die Nachteile, die Frauen damals in der Wissenschaft erlitten. Ihre ausführliche Biografie findet sich auf der Webseite der Wupperfrauen.

Position des Denkmals auf der Karte

Fußnoten:

  1. Gedenktafel für Adeline Rittershaus, Wuppertaler Rundschau vom 28. August 2024. ↩︎

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