Gedenktafel für Jüdische Langerfelder

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Am 31. Juli 2025 wurde nachmittags in Langerfeld an Kirche, direkt an der Bushaltestelle eine Erinnerungstafeln für die jüdischen Einwohner*innen aufgestellt, die während der Zeit des Nationalsozialismus diskriminiert, drangsaliert, verschleppt und ermordet worden waren. Gestiftet hat die Gedenktafel die Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg.

„An die Langerfelder Familien und an den Teil unserer Geschichte, in welcher hauptsächlich das Trennende betont wurde und Menschen ihres Wertes und ihrer Würde, dann ihres Lebens beraubt wurden, wollen wir erinnern.“ erklärte Bezirksbürgermeister Andreas Bialas angesichts der Einweihung.

Die Gedenktafel zeigt fünf Fotos von jüdischen Langerfeldern, einen Davidstern und erklärt in einem längeren Text die Geschichte der Juden in Langerfeld. Ein QR-Code verweist auf einen Artikel auf der Webseite der Stadt.

Zur Aufstellung der Erinnerungstafel reisten Angehörige der Familie Auerbach aus den USA an.1 Den Kontakt hat der Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde Schwelm, Marc Albano-Müller, hergestellt.2Um 1820 waren mehrere jüdische Familien nach Langerfeld gezogen, die alle im Metzgerberuf tätig waren. Juden im ländlichen Raum waren damals besonders häufig Metzger und Viehhändler, da dieser Beruf traditionell einer der wenigen war, in denen sie arbeiten durften. Die Familien Auerbach, Barmé und Frankenberg gehörten zur Synagogengemeinde Schwelms.3

Position des Denkmals auf der Karte

Fußnoten:

  1. Neue Erinnerungstafel am Langerfelder Markt, in: Wuppertaler Rundschau vom 28.07.2025. ↩︎
  2. Lukas Rogalla, Neue Gedenktafel in Wuppertal: Erinnern an jüdische Familien, in: WZ vom 01.08.2025. ↩︎
  3. Marc Albano-Müller, Jüdische Langerfelder, Artikel auf der Homepage der Stadt Wuppertal. ↩︎

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