
Im November 2025 stellte die Vereinte Evangelischen Mission auf dem Unterbarmer Friedhof drei Informationstafeln am Gräberfeld der Missionar*innen auf. Ein Großteil der hier bestatteten Missionarinnen und Missionare sowie Schwestern waren als Theolog*innen, Ärzt*innen, Lehrer*innen, Handwerker*innen, Kranken*schwestern oder Hebammen in Afrika, Asien und Ozeanien tätig, bevor sie nach Deutschland zurückkehrten. Bis heute finden ausgesandte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VEM und Mitglieder der Schwesternschaft mit ihrer Familie auf dem Unterbarmer Friedhof ihre letzte Ruhe. Darüber informiert eine der drei Gedenktafeln.

Die Inschrift der Gedenktafel lautet:
Im Tode vereint ruhen hier Frauen und Männer, die im Dienste der 1828 gegründeten Rheinischen Missionsgesellschaft, ihrer Nachfolgerin, der 1971 gegründeten Vereinigten Evangelischen Mission und seit 1996 umbenannten vereinten Evangelischen Mission (VEM) sowie der Schwesternschaft der VEM standen. Ein Großteil der hier verzeichneten Menschen reiste aus dem Tal der Wupper nach Afrika, Asien und Ozeanien aus, um als Missionsschwester, Missionarin oder als Missionar das Evangelium zu verkünden. Sie verpflichteten sich, nach den Instruktionen ihrer Entsendeorganisation dort zu wirken, die in der Version von 1932 unter anderem besagten:
„Es steht vor Euch die Aufgabe, nicht nur die Sprache des fremden Volkes gründlich zu erlernen, sondern auch in seine Eigenart, sein Denken und Fühlen, sein Wollen und Können Euch liebevoll zu versenken […], weil Ihr in ihnen kostbare Menschenseelen sehrt, die der Heiland für wert geachtet hat, sie zur Seligkeit zu berufen […]
Im Gegensatz zu diesem damals noch bestehenden Selbstverständnis, eine Institution zu sein, die den christlichen Glauben von Europa aus in der ganzen Welt verbreitet, versteht sich die VEM heute als eine internationale, gleichberechtigte Gemeinschaft von 39 Mitgliedern, darunter 38 evangelische Kirchen in Afrika, Asien und Deutschland und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
Mehr Informationen zu den Personen auf dem Missionsfriedhof gibt es unter: https://www.vemission.org/museum/archive/archive/missionsfriedhof
Die anderen beiden Tafeln informieren über die Geschichte und Gegenwart der Vereinten Evangelischen Mission. Eine Infotafel stellt die Archiv- und Museumsstiftung (AMS) der VEM vor. Ihre Aufgabe ist die Bewahrung der Biografien und historischen Dokumente der Mission und die wissenschaftlichen Forschung damit. Auch das Wuppertaler „Museum auf der Hardt“ gehört zur Stiftung und bietet Einblicke in die Geschichte der Mission in Afrika und Asien.

Die dritte Gedenktafel stellt die Arbeit der heutigen VEM vor, die im Missionshaus an der Rudolfstraße rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Regionen der Welt beschäftigt.1

Position des Denkmals auf der Karte
Fußnoten:
- Neue Infotafel erzählen die Geschichte der Mission, in: Wuppertaler Rundschau vom 11. November 2025. ↩︎

