Johannes-Rau-Gedenktafel (2026)

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Am 26. Januar 2026, 20 Jahre nach dem Tod von Bundespräsident a.D. Johannes Rau, wurde in der Gemarker Kirche in Barmen, in „seiner“ Gemeinde, eine Gedenktafel für ihn enthüllt. Seit seiner Geburt am 16. Januar 1931 war er Mitglied der Gemeinde und mit vielen gut bekannt. Auch als Oberbürgermeister, Landesminister für Wissenschaft und Forschung, Ministerpräsident oder Bundespräsident kam er vorbei. Die Verbindung der Gemeinde mit der Barmer Theologischen Erklärung war identitätsstiftend für ihn. Engagiert setzte er sich auch für den Bau der Bergischen Synagoge auf dem Grundstück der Barmer Gemeinde ein. Hatte er als Kind noch die Trümmer der Barmer Synagoge gesehen, konnte er als Bundespräsident gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Moshe Katsav 2002 die neue Synagoge einweihen.1

Die Gedenktafel befindet sich im Café Komma in unmittelbarer Nachbarschaft der Gedenktafel für Peter Beier.

Die dreiteilige Gedenktafel mit zwei Texttafeln und einer Tafel mit einem Foto von Johannes Rau trägt von oben nach unten folgende Inschrift.

Wer ein Haus baut, will bleiben.
Darum ist es ein Zeichen der Hoffnung,
dass in Deutschland Synagogen
gebaut werden.
Dass Kirche und Synagoge
nicht nur nebeneinander,
sondern zusammen stehen,
kann mehr als ein Signal
und mehr als ein Symbol sein.

Festschrift zur Einweihung
der neuen Bergischen Synagoge in Wuppertal
Am 8.12.2002

Johannes Rau
*16.1.1931 +27.1.2006
Bundespräsident
der Bundesrepublik Deutschland
1999-2004

Sagt euren Kindern,
dass euer Leben verdankt ist
dem Lebenswillen Gottes …
Sagt ihnen, dass wir auf den Schultern
unserer Väter und Mütter stehen.
Sagt ihnen, dass ohne Kenntnis
unserer Geschichte und
unserer Traditionen eine menschliche
Zukunft nicht gebaut werden kann.

auf dem Kirchentag
in Hannover 2005

Zur Einweihung gab es zunächst einen Gottesdienst, dann einen musikalischen Beitrag des Chors der jüdischen Gemeinde und ein Grußwort vom Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde, Leonid Goldberg.2

Position des Denkmals auf der Karte

Fußnoten:

  1. Flyer der Gemarker Gemeinde zur Gedenktafel. ↩︎
  2. Evgenia Gavrilova, Gedenktafel zum 20. Todestag Johannes Raus, in: WZ vom 26.01.2026 ↩︎

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