Peter-Beier-Gedenktafel

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Am 31. Mai 2004 wurde im Café Komma an der Gemarker Kirche eine Gedenktafel für Dr. Dr. h.c. Peter Beier eingeweiht. Beier stammte aus Schlesien und studierte nach dem Zweiten Weltkrieg Theologie in Heidelberg, Bonn und Wuppertal. 1989 wurde er Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, ein Jahr später Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche der Union. 1994 übernahm er die Präsidentschaft der Leuenberger Kirchengemeinschaft, des Zusammenschlusses der protestantischen Kirchen in Europa. Er war ein entschiedener Unterstützer des Bau der neuen Bergischen Synagoge und unterstützte das Konzept der City-Kirche an der Gemarker Kirche. Er verstarb 1996 plötzlich.1

Wie die Johannes-Rau-Gedenktafel, die seit 2026 in unmittelbarer Nachbarschaft hängt, ist die Gedenktafel für Peter Beier dreiteilig, zwei Inschrifttafeln und eine Tafel mit Foto in der Mitte.

Die Inschrift lautet (von oben nach unten)

Wir suchten damals nicht nur Israel,
den Augapfel Gottes, auszureißen,
sondern verrieten unser Bekenntnis
an zentralem Punkt.
Wir gaben die Menschheit Jesu preis.
Wie setzten die Wahrheit beiseite,
dass der Herr Jesus Jude war und ist.

nach einem Besuch in Auschwitz

Peter Beier
*5.12.1934 + 10.11.1996
Präses der Evangelischen
Kirche im Rheinland

Vor den missionarischen und
sozialdiakonischen Anforderungen
in den Metropolen versagen
die herkömmlichen Strukturen…
Wir benötigen Citysituationen,
die diakonische, beratende,
begleitende und nicht zuletzt
missionarische Arbeit
in anderen Formen versuchen.

auf der Landessynode

Peter Beier war ei­ne der pro­fi­lier­tes­ten Per­sön­lich­kei­ten des rhei­ni­schen Pro­tes­tan­tis­mus im 20. Jahr­hun­dert, nicht nur mit Bedeutung für Wuppertal. Er war eine treibende Kraft bei der Suche nach neuen Per­spek­ti­ven der Ge­mein­de­ge­stal­tung, engagierte sich in der Friedensbewegung, für soziale Themen, den Umweltschutz und für ein an­ge­mes­se­nes Ge­den­ken des Ho­lo­causts. Außerdem trat er nach­drück­li­ches für die Er­neue­rung des Ver­hält­nis­ses von Chris­ten und Ju­den ein.2

Position des Denkmals auf der Karte

Fußnoten:

  1. Flyer der Gemarker Gemeinde zur Gedenktafel. ↩︎
  2. Rickers, Folkert, Peter Beier, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/peter-beier-/DE-2086/lido/57c579801622c0.22080448 (abgerufen am 12.07.2026) ↩︎

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